Was 20 Freispiele ohne Einzahlung in Österreich tatsächlich bedeuten
Zwanzig Freispiele ohne Einzahlung klingen nach einem Geschenk. Auf dem österreichischen Markt sind sie vor allem ein Prüfstand. Wer in Österreich online spielt, bewegt sich in einem schmalen Korridor: Eine einzige Konzession für elektronische Lotterien ist vergeben, an die Österreichische Lotterien mit win2day, und sie läuft bis 30. September 2027. Jedes andere Casino-Angebot im Netz – ob aus Malta, Gibraltar oder sonst wo – ist hier nicht zugelassen. Wer dort spielt, spielt auf eigene Kosten, im doppelten Sinn: Wer verliert, kann sein Geld zurückholen. Wer gewinnt, hat einen Vertrag, der nach österreichischem Recht nicht besteht.

Diese Seite geht das Angebot von der Seite an, die in der Werbung unsichtbar bleibt: was es kostet, was es voraussetzt und welche Mechanik zwischen dem Klick auf „Spielen“ und der Auszahlung liegt. Wer weiterblättert, findet die zehn Anbieter, die einem in Österreich tatsächlich begegnen – einer mit Konzession, neun ohne – und daneben die Limits, die Selbstsperre, die Spielpause und die Wege, verlorenes Geld tatsächlich zurückzuholen.
Aktualisiert am 30 September 2026; geprüft gegen die Konzessionslage laut Bundesministerium für Finanzen (BMF) und die Angaben der Anbieter.
Inhaltsverzeichnis
- Die Konzession, die das Feld ordnet
- Wie Freispiele ohne Einzahlung in Österreich funktionieren
- Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung in Österreich anbietet – und wer nicht
- Was die Konzession wirklich kostet – und was sie spart
- Werbung, Bonus und was die Konzession erlaubt
- Spielerschutz, Selbstsperre und Hilfe
- Wie die Rechtslage sich entwickelt
- Häufige Fragen
Die Konzession, die das Feld ordnet
In Österreich ist Glücksspiel im Internet kein freier Markt. Das Glücksspielgesetz (GSpG) kennt für Online-Casinospiele – rechtlich „elektronische Lotterien“ nach § 12a GSpG – ein staatliches Monopol, das per Konzession vergeben wird. Diese Konzession hält die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter FN 54472 g. Sie betreibt darüber win2day. Die Konzession gilt bis 30. September 2027.
Wer also in Österreich zwanzig Freispiele ohne Einzahlung sucht und dabei an ein Casino denkt, das diese Spins anbietet, landet bei genau einem Anbieter. Die Lizenzregister anderer Jurisdiktionen – Malta, Gibraltar, Curaçao, das Vereinigte Königreich – ändern daran nichts. Diese Lizenzen berechtigen zum Spiel in ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet, nicht in Österreich.
Das ist der erste Befund dieser Seite, und er bestimmt alles, was folgt. Eine Vergleichstabelle mit zehn Anbietern, die alle „20 Freispiele ohne Einzahlung“ anbieten, lässt sich auf dem österreichischen Markt nicht seriös füllen. Was sich füllen lässt, ist eine Tabelle mit einer Konzession und neun Marken ohne eine solche – wie der Abschnitt „Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung in Österreich anbietet – und wer nicht“ zeigt.
Wie Freispiele ohne Einzahlung in Österreich funktionieren
Der Mechanismus ist auf dem Papier einfach. Ein Anbieter schenkt einem neuen Konto eine Anzahl Drehungen auf einem Spielautomaten, ohne dass dafür eine Einzahlung verlangt wird. Was an Gewinnen aus diesen Drehungen herausfällt, wird dem Spielkonto gutgeschrieben – meist nicht sofort als auszahlbares Geld, sondern als Bonusgeld mit Bedingungen.
Die Bedingungen sind der Kern des Geschäftsmodells. Sie bestimmen, wie oft das Bonusgeld durchgespielt werden muss, bevor es zu echtem Geld wird, welche Spiele zählen, wie lange es gilt und ob es überhaupt ausgezahlt werden darf. Ein „20 Freispiele“-Angebot ohne Einzahlung ist deshalb selten wirklich zwanzig Drehungen geschenkt. Es ist in der Regel eine Anzahl Drehungen unter Auflagen, deren Höhe erst im Kleingedruckten sichtbar wird.
In Österreich verschärft sich diese Mechanik durch die Lizenzlage. Die einzige Plattform, auf der das Angebot legal zu haben ist, ist win2day. Was win2day verspricht, schreibt das GSpG in den „verantwortungsvollen Maßstab“ des § 56: Werbung darf nicht über die Realität des Spiels hinwegtäuschen. Was internationale Anbieter auf ihrer eigenen Lizenz als „20 Freispiele“ bezeichnen, ist für österreichische Spieler nicht erreichbar, ohne das Spielfeld zu verlassen.
Wer den Mechanismus versteht, sieht, warum die Werbung so formuliert ist. „Kostenlos“ bezieht sich auf die Einzahlung, nicht auf das Spiel. Wer anbietet, ohne Einzahlung zu spielen, gewinnt den Spieler als Kunden – und bindet ihn mit Regeln, die meist mehr verlangen als die Spins selbst einbringen.
Funktionsweise auf einen Blick
- Anmeldung mit Identitätsprüfung (ID Austria, Online-Banking, Foto- oder Video-Ident, oder offline am WINWIN-Standort bzw. per Ident.Brief).
- Gutschrift der Freispiele auf das Spielkonto, oft zeitlich begrenzt (24 bis 72 Stunden).
- Spiel auf einem oder wenigen benannten Spielautomaten.
- Gewinne aus den Freispielen landen als Bonusgeld.
- Umsatzbedingung (Wagering), bevor Bonusgeld zu Echtgeld wird.
- Obergrenze für die Auszahlung aus dem Bonus (häufig, aber nicht immer).
- Identitätsbestätigung vor der ersten Auszahlung zwingend.

Was im Kleingedruckten entschieden wird
Vier Stellschrauben tragen den wahren Wert eines „20 Freispiele ohne Einzahlung“-Angebots.
Die Umsatzbedingung ist der größte Hebel. Wer einen Euro Bonusgeld fünfzigmal durchspielen muss, hat fünfzig Euro Umsatz zu erzeugen, bevor ein Euro auszahlbar wird. Die Drehzahl eines Spielautomaten ist hoch, aber die Auszahlungsquote (RTP) ist es ebenso – und der Hausvorteil des Anbieters bleibt über jede einzelne Drehung konstant. Eine harte Umsatzbedingung kann den Gewinn der Freispiele vollständig auflösen, bevor er ausgezahlt wird.
Die Spielauswahl entscheidet, ob die Bedingung überhaupt erfüllbar ist. Manche Spiele zählen zu hundert Prozent, andere zu zehn oder null Prozent. Spielautomaten mit hoher Volatilität erzeugen seltene, aber hohe Gewinne – was bei einer kleinen Anzahl Freispiele dazu führen kann, dass die Bonusphase zwar einen Treffer hat, dieser aber durch lange Verluststrecken aufgefressen wird.
Die Auszahlungsobergrenze kappt, was nach Erfüllung der Umsatzbedingung tatsächlich ausgezahlt wird. Wer aus 20 Freispielen rechnerisch fünfzig Euro Gewinn macht, dem werden vielleicht nur zehn Euro ausgezahlt. Das ist bei No-Deposit-Angeboten gängige Praxis und nicht zu verwechseln mit der normalen Auszahlung von Spielgewinnen.
Die Frist setzt, wie lange der Spieler Zeit hat, die Bedingungen zu erfüllen. 24 Stunden, 72 Stunden, sieben Tage – jede Variante verlangt eine eigene Strategie. Wer die Frist verpasst, verliert Bonusguthaben und die daraus entstandenen Gewinne.
Wer 20 Freispiele ohne Einzahlung in Österreich anbietet – und wer nicht
Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter, die österreichischen Spielern tatsächlich begegnen, nach ihrer Stellung im Konzessionssystem. Sie zeigt nicht, wer das beste Angebot hat. Sie zeigt, wer überhaupt anbieten darf – und wer nicht.
| Anbieter | Status in Österreich | Österreichische Gerichtspraxis | 20 Freispiele ohne Einzahlung |
|---|---|---|---|
| win2day | Konzession für Online-Glücksspiel nach § 12a GSpG, bis 30.09.2027 | – | Plattformeigene Aktionen auf win2day |
| bet-at-home | Keine Konzession für Online-Casinospiele | OLG Linz: Kläger auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro erhält Recht, OGH verwies mehrfach zurück | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| bet365 | Keine Konzession für Online-Casinospiele | – | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| Betway | Keine Konzession für Online-Casinospiele | – | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| Mr Green | Keine Konzession für Online-Casinospiele | OGH-Entscheidung 2021, rechtskräftig 13.04.2022: Rückzahlung von Verlusten an österreichischen Spieler | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| bwin (ElectraWorks) | Keine Konzession für Online-Casinospiele | OGH 25.06.2021: rund 73.000 Euro Spielverluste an Spielerin aus dem Burgenland zurückgezahlt | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| LeoVegas | Keine Konzession für Online-Casinospiele | – | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| Tipp3 | Sportwette der Österreichischen Lotterien-Gruppe nach niederösterreichischem Wettgesetz | – | Kein Online-Casinoangebot |
| Tipico | Keine Konzession für Online-Casinospiele | – | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
| Lottoland | Keine Konzession für Online-Casinospiele | – | Kein konzessioniertes Angebot in Österreich |
Die Tabelle trägt eine Aussage, die in der Werbung verschwiegen wird: Von zehn Anbietern, die österreichische Spieler im Netz sehen, hat genau einer eine österreichische Konzession. Die übrigen neun bewegen sich auf einer Lizenz, die in Österreich keine Wirkung entfaltet. Was dort an „20 Freispielen“ angeboten wird, ist auf österreichischem Boden nicht Teil eines konzessionierten Marktes.
win2day – der einzige Anbieter mit Konzession
win2day ist die Plattform, auf der alles, was in Österreich Online-Glücksspiel heißt, legal zusammenläuft. Sie wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H. betrieben, einem Unternehmen im Eigentum der Republik Österreich über die Casinos Austria AG und die ÖBAG. Die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG läuft bis 30. September 2027.
Das Angebot auf win2day folgt eigenen Regeln, die mit dem verantwortungsvollen Maßstab des § 56 GSpG in Einklang stehen. Plattformeigene Aktionen mit Freispielen sind dort möglich, ohne den Mechanismus internationaler No-Deposit-Angebote zu kopieren. Wer dort spielt, spielt auf einer Plattform mit österreichischer Aufsicht durch das Bundesministerium für Finanzen und mit automatischer Anwendung österreichischen Rechts auf jeden Vertrag.
Wer auf win2day spielen will, durchläuft eine vollständige Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Dafür stehen ID Austria, Online-Banking, Foto-Ident mit Chip, Video-Ident und der Weg über WINWIN-Standorte, Kundencenter oder Ident.Brief zur Verfügung. Die Prüfung greift zwingend vor der ersten Auszahlung, bei einer Limiterhöhung über 1.680 Euro monatlich sowie bei kumulierten Einzahlungen über 400 Euro ab 26 Jahren beziehungsweise über 250 Euro unter 26 Jahren.
Einzahlungen akzeptiert win2day über Kreditkarten (Visa, MasterCard, Diners Club), EPS-Überweisung, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay, PayPal und EuroBon. Auszahlungen gehen ausschließlich auf ein hinterlegtes Konto mit IBAN im Europäischen Wirtschaftsraum, im Regelfall innerhalb eines Werktages, mit ein bis zwei weiteren Werktagen Banklaufzeit – das Geld ist also nach zwei bis drei Werktagen da. Es gibt keine Auszahlungslimits, keine Gebühren, Steuerfreiheit für private Gewinne nach österreichischem Recht.
Der Preis für diese Sauberkeit liegt in der Pflicht zu Spielerschutz-Tools, die kein No-Deposit-Angebot der internationalen Anbieter kennt. Ein tägliches Spieldauer-Limit ist Pflicht und kann im Stundentakt gesetzt werden. Eine Reduktion des Limits wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden, weitere Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Das tägliche Spieldauer-Limit selbst braucht 72 Stunden Vorlauf für jede Erhöhung. MENTOR zeigt finanziellen und zeitlichen Verlauf im Vergleich zu anderen Nutzern. Eine Spielsperre kann für das ganze Konto oder einzelne Spielbereiche gesetzt werden, wirkt sofort, ist nicht rückgängig zu machen und endet automatisch.
Wer eine Plattform mit voller Lizenz, klaren Auszahlungswegen und automatischer Anwendung österreichischen Rechts sucht, ist hier richtig. Wer „20 Freispiele ohne Einzahlung“ im Sinne internationaler No-Deposit-Aktionen sucht, findet sie hier nicht – und das ist, gemessen am Konzessionssystem, kein Zufall.
bet-at-home – ohne Konzession, mit Gerichtsverfahren
bet-at-home ist eine Marke, die österreichischen Spielern aus Werbung und Affiliate-Seiten bekannt ist. Sie hält keine Konzession für Online-Casinospiele in Österreich. Das bedeutet: Was bet-at-home österreichischen Spielern anbietet, ist nach dem GSpG nicht zugelassen, der Vertrag ist nichtig.
Was die Plattform in Österreich an Beachtung gewinnt, ist ein Gerichtsverfahren, das seit 2011 läuft. Ein Spieler klagte auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro aus Online-Roulette-Verlusten. Das Oberlandesgericht Linz gab der Klage statt. Der Oberste Gerichtshof verwies die Sache daraufhin mehrfach an die erste Instanz zurück. Das Verfahren ist nicht abgeschlossen; es illustriert aber die Konsequenz der fehlenden Konzession.
Wer dort spielt, sollte wissen, dass der Vertrag nichtig ist und die Rückforderung von Verlusten grundsätzlich möglich ist. Wer dort ein Konto führt und nicht spielt, lässt eine offene Tür stehen, durch die im Zweifel ein österreichisches Gericht einen anderen Schlüssel steckt.
bet365 – ohne Konzession, mit britischer Lizenz
bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, Unit 1.1, First Floor, Waterport Place, 2 Europort Avenue, Gibraltar. Das Unternehmen hält in Gibraltar Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, die das bet365-Casino und bet365 Sports abdecken.
Für österreichische Spieler ändert diese Lizenz nichts. Das GSpG kennt für Online-Casinospiele nur die Konzession nach § 12a, und die hält win2day. Eine britische oder gibraltarische Lizenz berechtigt nicht zum Anbieten in Österreich. Wer bei bet365 in Österreich spielt, schließt einen Vertrag, der nach österreichischem Recht nicht besteht.
Betway – ohne Konzession, mit britischer Lizenz
Betway Limited, 9 Empire Stadium Street, Gzira, GZR 1300, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39372 aktive Fernglücksspiellizenzen für Casino sowie General Betting Standard. Auch das ist eine Lizenz im Vereinigten Königreich, nicht in Österreich. Für österreichische Spieler gilt dasselbe Bild wie bei bet365: Die Plattform ist im Netz präsent, in Österreich nicht zugelassen, der Vertrag nichtig.
Mr Green – ohne Konzession, mit rechtskräftiger Verurteilung
Mr Green ist der Fall, an dem die österreichische Rechtsprechung am deutlichsten sichtbar wird. Ende 2021 wurde das Unternehmen in Österreich dazu verurteilt, einem in Österreich wohnhaften Spieler die verlorenen Einsätze zurückzuzahlen, weil keine österreichische Konzession vorlag. Die Berufung von Mr Green blieb erfolglos; die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig. Die zugrunde liegende Frage wurde auf europäischer Ebene in der Rechtssache C-198/24 weiterverfolgt.
Die Sache zeigt, dass die österreichische Rechtsprechung den Spielerschutz im Einzelfall durchsetzt. Wer bei Mr Green in Österreich Verlust gemacht hat, hat einen gerichtlich bestätigten Anspruch auf Rückzahlung. Wer dort neu spielt, baut diesen Anspruch von vorne auf – unter denselben Bedingungen wie beim ersten Mal.
bwin (ElectraWorks) – ohne Konzession, mit OGH-Urteil
Hinter der Marke bwin steht ElectraWorks mit Sitz in Gibraltar. Am 25. Juni 2021 entschied der Oberste Gerichtshof, dass Spielverträge mit unlizenzierten Online-Glücksspielanbietern nichtig sind. Eine Frau aus dem Burgenland erhielt daraufhin rund 73.000 Euro Spielverluste von ElectraWorks zurück.
Auch hier gilt: Die Marke existiert, sie ist im österreichischen Markt sichtbar, und sie ist nicht zugelassen. Die Rechtslage ist nicht hypothetisch, sondern höchstrichterlich entschieden.
LeoVegas – ohne Konzession, mit britischer Lizenz
LeoVegas Gaming PLC, Level 7, Plaza Commercial Center, Bisazza Street, Sliema, SLM 1640, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Fernglücksspiellizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard. Die Lizenz berechtigt zum Angebot im Vereinigten Königreich, nicht in Österreich.
Für österreichische Spieler gilt das gleiche Muster wie bei bet365 und Betway. Die Plattform ist im Netz, die Lizenz ist woanders, der Vertrag ist nach österreichischem Recht nichtig.
Tipp3 – Sportwette, kein Online-Casino
Tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, ebenfalls mit Sitz Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i. Tipp3 ist eine Sportwettenmarke der Österreichischen Lotterien-Gruppe und unterliegt dem Wettgesetz eines Bundeslandes (Niederösterreich). Das ist ein anderer Rechtsrahmen als das GSpG, das Online-Casinospiele betrifft.
Wer Tipp3 als „Online-Casino“ versteht, versteht es falsch. Online-Casinospiele der Gruppe laufen ausschließlich auf win2day. Tipp3 ist und bleibt eine Sportwette – in den Annahmestellen, im Netz und auf der App. Wer dort nach Spielautomaten oder Roulette sucht, sucht am falschen Ort.
Tipico – ohne Konzession
Tipico Group Ltd., Tipico Tower, Vjal Portomaso, STJ 4011, St. Julian’s, Malta, eingetragen bei der Malta Business Registry unter C75334, ist auf dem österreichischen Markt präsent. Das ändert nichts an der Konzessionsfrage: Online-Casinospiele in Österreich sind nur über win2day konzessioniert, und Tipico ist nicht win2day. Wer bei Tipico in Österreich Casinospiele spielt, schließt einen nach GSpG nichtigen Vertrag.
Lottoland – ohne Konzession
EU Lotto Ltd, Office Suite A, Ocean Village Promenade, Gibraltar, betreibt Lottoland und hält die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085. Diese Lizenzen decken auch die Marken Lottohelden und Sorte Online ab. In Österreich gilt das nicht. Lottoland ist im österreichischen Markt präsent, aber für Online-Casinospiele nicht zugelassen.
Was die Konzession wirklich kostet – und was sie spart
Wer auf win2day spielt, akzeptiert einen Rahmen, der internationalen No-Deposit-Angeboten fehlt. Der Rahmen kostet Zeit und Flexibilität; er spart Unsicherheit und Verlust ohne Rückgriff.
Was es kostet: Die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Das verpflichtende tägliche Spieldauer-Limit. Die Wartezeiten bei Limit- und Spieldauer-Erhöhungen. Die Wartefristen, in denen eine Selbstsperre nicht zurückgenommen werden kann. Der engere Spielekatalog im Vergleich zu internationalen Plattformen. Das Fehlen von No-Deposit-Angeboten im internationalen Stil.
Was es spart: Die Ungewissheit, ob ausgezahlte Gewinne wirklich ankommen. Die Ungewissheit, ob die Lizenz in Österreich etwas gilt. Die Ungewissheit, ob ein späteres Gerichtsverfahren die Verluste zurückholt oder den Gewinn hält. Die Steuerfrage ist für private Spieler in Österreich ohnehin neutral: Gewinne aus Glücksspiel sind in der Regel nicht einkommensteuerpflichtig.
Die Rechnung sieht so aus: Wer 1.000 Euro bei einem lizenzierten Anbieter verliert, hat verloren. Wer 1.000 Euro bei einem nicht zugelassenen Anbieter verliert, hat einen Anspruch auf Rückzahlung, der vor österreichischen Gerichten durchgesetzt werden kann – wie die Fälle bet-at-home, Mr Green und bwin zeigen. Wer 1.000 Euro gewinnt, hat beim lizenzierten Anbieter Anspruch auf Auszahlung ohne Wenn und Aber. Beim nicht zugelassenen Anbieter steht der Gewinn unter dem Risiko, dass der Anbieter seinerseits die Nichtigkeit einwendet.
Ein Band, kein Wert: die Rechnung mit den win2day-Limits
Die Limits auf win2day lassen sich nicht in einer einzigen Zahl ausdrücken, weil sie sich aus zwei Achsen zusammensetzen: einer Altersgrenze und einer Verifizierungsschwelle. Das ist die Information, die die Rechnung trägt.
Spieler bis zum vollendeten 26. Lebensjahr können maximal 250 Euro pro Woche einzahlen. Das Limit wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Es gilt unabhängig von einer Verifizierung; wer unter 26 ist, kann das Limit nicht durch Verifizierung anheben – die Altersschwelle ist hart.
Spieler ab 26 Jahren beginnen mit einem Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Wer über 1.680 Euro einzahlen will, muss volljährig sein, keine aktive Einschränkung haben, in den vorangegangenen zwölf Monaten keine Einschränkung gehabt haben und das Konto verifiziert haben. Sind diese vier Bedingungen erfüllt, kann das Limit angehoben werden – aber auch dann greift die Identitätsprüfung, wenn kumulierte Einzahlungen 400 Euro im Monat überschreiten.
Die Spielraum-Bandbreite, die sich daraus ergibt, reicht von 250 Euro pro Woche (jüngere Spieler, hart gedeckelt) bis zu monatlichen Beträgen, die nur durch die Bank und die persönliche Selbstdisziplin begrenzt sind (volljährig, verifiziert, ohne Einschränkung). Dazwischen liegt das Standardlimit von 1.680 Euro, das für die meisten volljährigen Spieler ohne weitere Verifizierung erreichbar ist.
Das ist der Kern: Die Limits sind kein einzelner Wert, sondern eine Stufenfolge, in der jede Stufe ihre eigene Bedingung hat. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, bleibt auf der vorherigen Stufe. Das ist im Kleingedruckten schnell überlesen, in der Praxis bindend.
Werbung, Bonus und was die Konzession erlaubt
Das GSpG formuliert in § 56 den „verantwortungsvollen Maßstab“ für Werbung des Konzessionärs. Werbung darf das Spiel nicht als selbstverständliche Einnahmequelle darstellen, keine falschen Erwartungen wecken und Minderjährige nicht ansprechen. Eine konkrete Bonusobergrenze sieht das Gesetz nicht vor.
Was win2day davon macht, sind plattformeigene Aktionen, die innerhalb dieses Rahmens liegen. Internationale No-Deposit-Angebote mit „20 Freispielen ohne Einzahlung“ sind auf win2day nicht in dieser Form zu finden – sie gehören zu einem Geschäftsmodell, das auf den ersten Blick aggressiver wirkt, aber unter österreichischem Recht nicht erforderlich ist, um Spieler zu gewinnen.
Wer also internationalen No-Deposit-Angeboten hinterherläuft und dabei die Konzession verlässt, wechselt das Spielfeld: Aus einem konzessionierten Markt mit Aufsicht wird ein nicht zugelassener Markt ohne Aufsicht. Die Werbung dort ist an kein österreichisches Gesetz gebunden.
Spielerschutz, Selbstsperre und Hilfe
Das GSpG benennt in § 1 Abs. 4 die Stabsstelle für Spielerschutz im Bundesministerium für Finanzen. Auf win2day sind die Spielerschutz-Tools nicht Kür, sondern Pflicht.
Das tägliche Spieldauer-Limit wird vor dem ersten Spiel gesetzt und kann im Stundentakt angepasst werden. Eine Reduktion wirkt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden, weitere Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Das Limit selbst braucht für eine Erhöhung 72 Stunden Vorlauf. Die Mechanik verhindert, dass eine Erhöhung im Spielraum einer Sitzung entschieden und unmittelbar umgesetzt wird.
Eine Spielsperre kann für das gesamte Konto oder für einzelne Spielbereiche gesetzt werden. Sie wirkt sofort, ist nicht rückgängig zu machen und endet automatisch nach Ablauf der gewählten Frist. Wer sich selbst sperrt, kann sich nicht selbst entsperren – die Frist läuft, dann ist die Sperre weg. Wer die Sperre nicht abwarten will, hat vorher zu überlegen, welche Frist passt.
MENTOR zeigt dem Kontoinhaber den finanziellen und zeitlichen Spielverlauf im Vergleich zu anderen Nutzern, ermöglicht eine Selbsteinschätzung und gibt Tipps. MENTOR setzt keine Einschränkungen durch – es ist ein Spiegel, kein Schalter.
Playsponsible ist die Informations- und Hilfsinitiative auf win2day für problematisches Spielverhalten. Sie verweist auf externe Beratung.
Wer externe Hilfe sucht, findet sie bei der Spielsuchthilfe. Die telefonische Beratung ist unter (01) 544 13 57 von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar. Persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Beide Angebote sind kostenlos und vertraulich.
Mindestalter für die Registrierung auf win2day ist 18 Jahre. Jüngere Spieler werden nicht zugelassen; das System prüft die Identität, bevor es ein Konto eröffnet.
Wie die Rechtslage sich entwickelt
Das geltende Glücksspielgesetz stammt aus einer Zeit, in der Online-Casinospiele ein Randthema waren. Die Konzession an die Österreichische Lotterien wurde unter dieser Prämisse vergeben und läuft bis 30. September 2027. Was danach kommt, ist offen.

Am 4. August 2026 wurde der Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist, vor deren Ablauf keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen kann. Der Entwurf sieht eine unabhängige Behörde und offene Fünf-Jahres-Lizenzen ab dem 1. Oktober 2027 vor. Das ist ein Entwurf, kein Gesetz.
Für österreichische Spieler bedeutet das: Bis auf Weiteres bleibt es bei der Konzession, die win2day hält. Was die Novelle bringen wird, ist derzeit nicht mehr als ein Vorschlag auf dem Tisch der Kommission. Wer seine Spielgewohnheiten an der künftigen Rechtslage ausrichtet, baut auf unsicherem Grund.
Was Spieler mit Verlusten bei nicht zugelassenen Anbietern tun können
Die österreichische Rechtsprechung hat den Weg in mehreren Entscheidungen freigemacht. Die wichtigsten Eckpunkte:
Der Oberste Gerichtshof erklärte am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) Spielverträge mit einem ausländischen Online-Casino für unwirksam, weil in Österreich einzig win2day über eine gültige Lizenz für Internet-Glücksspiel verfügt. Der Kläger erhielt eine Million Euro zurück. Diese Entscheidung ist nicht isoliert: Sie folgt einer Linie, die in den Jahren zuvor mehrfach bestätigt wurde.
Davor hatte der OGH am 25. Juni 2021 einer Spielerin aus dem Burgenland rund 73.000 Euro von ElectraWorks (bwin) zugesprochen. Die Begründung war dieselbe: kein konzessionierter Anbieter, kein gültiger Vertrag, Rückzahlung der Verluste.
Im Fall Mr Green wurde die Verurteilung am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung erfolglos blieb. Auf europäischer Ebene wurde die Frage in der Rechtssache C-198/24 weiterverfolgt.
Im Fall bet-at-home läuft seit 2011 ein Verfahren über rund 950.000 Euro, in dem das OLG Linz dem Kläger Recht gab und der OGH mehrfach zurückverwies. Auch dieses Verfahren illustriert, dass die österreichische Justiz die Konzessionsfrage ernst nimmt.
Auf europäischer Ebene hat der Gerichtshof der Europäischen Union in der Rechtssache C-77/24 (Wunner, 15. Jänner 2026) entschieden, dass das Recht des Wohnsitzstaates des Spielers anzuwenden ist. Damit ist klargestellt, dass eine Lizenz in Malta oder Gibraltar die Anwendung österreichischen Rechts nicht verdrängt.
Wer bei einem nicht zugelassenen Anbieter verloren hat, hat grundsätzlich einen Anspruch auf Rückzahlung. Die Durchsetzung ist Einzelfallarbeit; sie hängt vom Anbieter, der Höhe der Verluste und der Bereitschaft des Anbieters ab, freiwillig zu zahlen. Die Fälle zeigen, dass die Gerichte den Weg mitgehen – nicht immer schnell, aber im Ergebnis.
Häufige Fragen
Welche Spielautomaten bieten 20 Freispiele an?
Auf win2day bestimmen plattformeigene Aktionen, welche Spielautomaten Teil eines Freispiel-Angebots sind. Die Spieleauswahl ist nicht statisch; sie hängt von der jeweiligen Aktion ab. International verbreitete No-Deposit-Freispiele zielen meist auf wenige hochvolatile Slots, deren Name oft schon im Werbetext steht. In Österreich gilt: Welcher Automat Teil einer konzessionierten Aktion ist, entscheidet win2day im Rahmen des verantwortungsvollen Maßstabs nach § 56 GSpG.
Welche Top-Slots bieten 20 Freispiele?
Eine österreichweite Liste der „Top-Slots“ für 20 Freispiele gibt es nicht. Auf win2day sind die im Aktionszeitraum angebotenen Spiele im Aktionsbereich der Plattform sichtbar. Außerhalb der Konzession werben Anbieter wie bet365, Betway, LeoVegas und andere regelmäßig mit „Top-Slots“, die in Österreich nicht Teil eines konzessionierten Angebots sind. Wer dort spielt, schließt einen nach GSpG nichtigen Vertrag.
Ist „20 Freispiele ohne Einzahlung Österreich“ in Österreich legal?
Ja, aber nur auf win2day. Das GSpG kennt für Online-Casinospiele das Monopol nach § 12a, das die Österreichische Lotterien mit win2day bis 30. September 2027 hält. Jedes andere Angebot im Netz ist in Österreich nicht zugelassen – egal welche Lizenz der Anbieter vorweist. Wer auf einer anderen Plattform spielt, bewegt sich außerhalb des konzessionierten Marktes.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit win2day. Sie hält die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG bis 30. September 2027. Casinos Austria AG hält Konzessionen für landbasierte Casinos. Tipp3 ist eine Sportwettenmarke der Österreichischen Lotterien-Gruppe nach dem Wettgesetz eines Bundeslandes, nicht nach dem GSpG. Alle weiteren Online-Casino-Anbieter auf dem österreichischen Markt halten keine Konzession.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja. Der Oberste Gerichtshof hat mehrfach entschieden, dass Spielverträge mit nicht zugelassenen Anbietern nichtig sind und Verluste zurückgefordert werden können – etwa in den Fällen bet-at-home, Mr Green und bwin. Die Durchsetzung hängt vom Einzelfall ab; die Rechtslage selbst ist höchstrichterlich geklärt. Auf europäischer Ebene hat der Gerichtshof der Europäischen Union in der Rechtssache C-77/24 (Wunner, 15. Jänner 2026) bestätigt, dass das Recht des Wohnsitzstaates anzuwenden ist.
Welche Limits gelten bei win2day?
Spieler bis 25 Jahre können maximal 250 Euro pro Woche einzahlen, mit wöchentlichem Reset am Freitag um 0:00 Uhr. Spieler ab 26 Jahren starten mit einem Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Wer darüber einzahlen will, muss volljährig sein, keine aktive Einschränkung haben, in den vergangenen zwölf Monaten keine Einschränkung gehabt haben und das Konto verifiziert haben. Eine Limit-Reduktion wirkt sofort, eine Erhöhung frühestens nach 24 Stunden, weitere nach mindestens sieben Tagen. Das tägliche Spieldauer-Limit ist verpflichtend und braucht 72 Stunden Vorlauf für eine Erhöhung.
Verfasst vom Team von „Casino Walzen Check”.
